Waehrend begehrenswerte Hollywoodsternchen auf nicht enden wollenden Tuermen auf ihren tollkuehnen und tapferen Helden warten, macht die umworbene Alpenhenne der „Brathendl Saga“ lieber Yoga.
Klingt seltsam, ist es aber nicht. Denn das schrille Gefieder ist ein Charakterhuhn.

Dieses Thema ist es auch, das in der Diplomarbeit „Lock mich aus der (Lach)konserve – Humor und Passivitaet im Animationsfilm“ behandelt wird. Charakterzuege, die nichts Weiteres als etwas Menschliches darstellen, werden im Animationsfilm vernachlaessigt. Dem Publikum werden nur Handlungen und persoenliche Merk- male, die von Noeten sind, um den weiteren Verlauf des Filmes zu verstehen, aufgetischt. Diese stereotypen Eigenschaften machen die Filme so zu einer von vorne herein durchschaubaren Angelegenheit.
In den schlimmeren Faellen ist die Stereotypierung ein Handlanger der Propaganda. Wie kann diese vor-herrschende kulturelle Passivitaet in Kreatives und doch Verstaendliches umgewandelt werden, um dem/der FernsehfreundIn von heute ein aktives Filmerlebnis zu bescheren?


Der Witz und die Komik, die einen beachtlichen Bestandteil des Humors im Animationsfilm darstellen, sind keineswegs seichte Zeitgenossen, die uns einen amuesanten Spielfilmabend verschaffen, sondern enthuellen tiefe Einsichten unserer Psyche. Der Witz hat eine viel maechtigere und ernst zunehmendere Funktion als vermutet, er vermag es, sich in Unschuld verhuellend, Aggression zu lindern und Aufgestautes zu entladen. Mit seiner bluetenweissen Fassade schleicht er sich in die Werte der Gesellschaft ein, um dort Tabus zu brechen, ein weiterer Inhalt, der in der Thesis einen wichtigen Bestandteil darstellt.


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